Auch wenn er bei Tangerine Reef von Animal Collective nicht dabei war, so hat Panda Bear trotzdem das Meer zu seiner Muse erklärt. Das beginnt gleich mit Dolphin und dem Geräusch langsam fallender Wassertropfen. Diese Inspiration ist ihm sicher durch die Meeresbrise in der Küstenstadt Lissabon eingegeben worden, wo er seit etwa zehn Jahren lebt. Sie war auf dem Album Panda Bear Meets The Grim Reaper (2015), dem letzten der Trilogie, die mit Person Pitch und Tomboy begonnen hatte, bereits sehr prägnant. Noah Lennox‘ Handschrift ist deutlich zu erkennen: retuschierte Stimmen, elektronische Verzerrungen und ein Mix aus Dub, Pop, Hiphop, und Psychedelic. In Wirklichkeit liegt die Besonderheit von Buoys in der akustisch-digitalen Verflechtung. Ein paar trockene, mit Fado durchtränkte Gitarrenakkorde kollidieren mit dem plastischen Auftritt einer schlanken Produktion und fungieren als Leitmotiv. Mit Hilfe des treuen Rusty Santos, der ihm seine Liebe zum Trap übermittelt, der chilenischen DJane Lizz und des Sängers Dino Santiago, präsentiert sich Panda Bear in einem ganz neuen Gewand. © Charlotte Saintoin/Qobuz